Schleifpads - Nicht nur zur Rohrbearbeitung

Schleifpadset
Schleifpadset mit 6 unterschiedlichen Körnungen

 

 

Schleifpads sind eine praktische Alternative zum Schleifpapier. Die absolut plane Oberfläche macht eine Bearbeitung von Rohren und Polstern leichter.  Bei Kreedo sind sie in 6 verschiedene Körnungen zu bekommen.


Die Schleifpads sind beidseitig verwendbar und sehr langlebig. Sie können zudem trocken als auch nass benutzt werden.
Von der Körnung sind sie perfekt auf die Rohrbearbeitung abgestimmt, entsprechen aber nicht den handelsüblichen Werten. Die groben 1500er und 1800er Pads können für die Vorarbeit verwendet werden um viel Material zu entfernen. Die sehr feinen 3600er und 4000er Pads sind ideal für "den letzten Schliff".
Eine praktische Anwendung ist beispielsweise das Anpassen der Fassonform, sowohl beim fertigen Oboenrohr als auch direkt nach dem Fassonschneiden.

Fassonbearbeitung mit Schleifpad
Bearbeitung der Fasson am fertigen Oboenrohr

Eine besonders interessante Methode ist das Anschleifen der Ansprache am fertigen Oboenrohr. Hierbei wird das feuchte Oboenrohr mit den Fingern zusammengedrückt und vorsichtig auf beiden Seiten direkt mit der Ansprache über das Pad geschliffen. Dabei wird die Schnittkante des Oboenrohres angeraut und der Tonanfang und Anstoß wird wesentlich weicher. 

Wichtig ! Generell sollte das Oboenrohr oder Holz nach der Bearbeitung mit Schleifpapier immer abgespült werden. Die möglicherweise abgelösten Schleifmaterialien gelangen sonst über den Mund in unseren Körper.

Die Schleifpads sollen laut Hersteller zwar keine Rückstände hinterlassen, doch bezieht sich das sicherlich nur auf den sichtbaren Bereich.

Vorsichtig wird das feuchte Oboenrohr mit der Ansprache über das Schleifpad gezogen.
Vorsichtig wird das feuchte Oboenrohr mit der Ansprache über das Schleifpad gezogen.
Das Anrauen der Schnittkante macht den Tonanfang weicher.
Das Anrauen der Schnittkante macht den Tonanfang weicher.

Für erfahrene Oboisten, die sich ein wenig mit der Reparatur ihrer Instrumente auskennen, bietet sich noch eine weitere praktische Anwendungsmöglichkeit.

Beim Austausch von Korkpolstern ist die plane Oberfläche ideal um die Dicke zu minimieren oder um die Polster anzurauen bzw. zu glätten, damit sie besser decken.

 

Anrauen oder Glätten der Korkpolster
Anrauen oder Glätten der Korkpolster
Minimieren der Polsterdicke
Minimieren der Polsterdicke

Das 4000er Schleifpad besitzt die feinste Körnung
Das 4000er Schleifpad besitzt die feinste Körnung

 

 

Erhältlich sind die Pads bei Kreedo in der kleinen Variante (5x5cm) in den Körnungen 1500, 1800, 2400, 3200, 3600, 4000


oder als etwas größere Variante (7,5 x 10cm)


in der Körnung 1800 und 4000.


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Kostenloser Meisterkurs bei Ralf-Jörn Köster

 

 

 

Am 13. und 14. Februar 2016 findet in der Musikhochschule Nürnberg ein kostenloser Meisterkurs beim Solo-Oboisten und Dozenten Ralf-Jörn Köster statt.  Junge Hochbegabte und Studieninteressierte können an diesem Wochenende den Dozenten und die Hochschule besser kennenlernen.


Noch bis zum 2. Februar 2016 könnt ihr euch anmelden und mit Ralf-Jörn Köster an euren Fähigkeiten feilen.

Wie schon im letzten Jahr wird dann in der Nürnberger Musikhochschule in der Veilhofstraße 34-40 im Einzelunterricht an den technischen Grundlagen und am Repertoire gearbeitet.
Für alle eure Fragen zum Studium oder zur Oboe gibt es ein offenes Ohr.

 

Anmeldung: ralf-joern.koester@hfm-nuernberg.de

 

Lebenslauf und Kontakt zu Ralf-Jörn Köster

Viel Spaß und viel Erfolg!

 

 

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Neue Technikschule für Oboe

Technische Grundlagen von Andreas Mendel
Technische Grundlagen von Andreas Mendel

 

 

 

 

Schnelle Finger und gleichmäßige Atemführung

 

Andreas Mendel, Solo-Oboist im Bruckner Orchester Linz, zeigt mit seiner neuen Technikschule Übungen zur Verbesserung der Geläufigkeit und zur kontrollierten Atemführung.

Das Heft enthält neben den vielen eigenen Lektionen auch Übungen von Albrecht Mayer (Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker) und Ralf-Jörn Köster (Professurvertretung HfM Nürnberg und Solo-Oboist am Staatstheater Nürnberg).

Sie fordern den fortgeschrittenen Oboisten von Intervallsprüngen im Legato bis hin zu Technikübungen durch alle Tonarten.


Die technischen Grundlagen für Oboe von Andreas Mendel sind eine Zusammenstellung von in der Praxis bewährten Übungen. Grundgedanke des Heftes war es, sowohl professionellen Oboisten Aufgaben zum "fit bleiben" als auch Studenten die wichtigsten Grundlagen zu bieten. Somit umfasst die Technikschule neben mechanischen auch klangliche Übungen. Auf Metronomangaben wurde bei den meisten Lektionen bewusst verzichtet um dem Oboisten die Möglichkeiten der individuellen Leistungssteigerung zu geben. Auch thematisiert Mendel im Vorwort das mentale und rein mechanische Üben ohne Tonerzeugung.

Das Technikheft besteht aus einem Einspiel- und einem Technikteil. Beginnend mit Übungen allein auf dem Rohr bis hin zu großen Sprüngen im Legato dienen der Erwärmung und sind von langsamen Charakter.  Die folgenden Koordinationsübungen gehen erst gezielt auf die schwierigen Verbindungen der rechten und linken Hand ein, bevor sie die schwierigen Tonübergänge in die zweite Oktave thematisieren.

Im folgenden Kapitel sind Übungen für Intonation, Legato und Luftführung von Ralf-Jörn Köster aufgeführt, bei der ein Bezugston auf dem Stimmgerät eingestellt wird. Durch den permanent erklingenden Ton kann gezielt die Intonation der Intervalle unabhängig der wohltemperierten Stimmung (tiefer Durterz etc.) kontrolliert werden, doch ist der durchdringende statische Ton sehr anstrengend für die Ohren und erinnert stark an Berios Sequenza VII für Oboe. Ein weiterer Hauptinhalt der Übungen von Köster sind Luftführung und das Legato über große Intervalle.

Die darauffolgenden Übungen von Albrecht Mayer thematisieren ebenfalls das dichte Legato gehen aber zusätzlich noch auf das durchgehende Vibrato "zwischen" den Tönen ein. Weiche Tonanfänge und das "gesangliche" Spiel stehen dabei im Zentrum.

Im umfangreichen Technikteil sind verschiedenste Intervall- und Tonleitervarianten aufgeführt. Die Übungen sind in allen Dur-Tonarten abgedruckt und daher sehr umfangreich. Zudem sind unterschiedliche Artikulationen und verschiedene Rhythmen in den Übungen enthalten. Auch das schnelle Staccato wird in einer Übung trainiert. Leider vergisst Mendel die wichtigste Artikulation, zwei gebunden, zwei gestoßen. Der fortgeschrittene Oboist wird aber im Eigenstudium auch von selbst auf diese Ergänzung kommen.

Zusammenfassend ist die Technikschule ein umfangreiches Werk, das ausreichend Abwechslung in das tägliche Eigenstudium bringt und Profis sowie Laien in kürzester Zeit ein Steigerung der eigenen Fertigkeiten bringen kann.

 

Das qualitativ hochwertige und optisch ansprechende Heft besteht aus 84 Seiten und ist ab sofort im Fachhandel für 22 € zu bekommen.

 

Erhältlich ab jetzt auch bei Oboe-Shop

 

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Feststellbare Hülsen von Chudnow



Englischhornisten kennen das Problem, im Laufe des Spielens fängt das Rohr langsam an sich zu verdrehen und vom S-Bogen zu rutschen.

Bisher konnte man nur mit einem kleinen Gummischlauch um die Hülse das Verrutschen verhindern.

Chudnow bietet nun eine feststellbare Hülse für Englischhorn an.



Die neue Hülse von Chudnow hat ein Gewinde mit innenliegendem Teflonring. Dieser sorgt für einen sehr guten Halt am S-Bogen und dichtet zudem die Verbindung zur Hülse perfekt ab.

Durch Festdrehen am Gewinde kann die Hülse zusätzlich noch mehr fixiert werden, so dass sie auf so gut wie jedem S-Bogen einen sicheren Sitz hat.

Der Teflonring schmiegt sich perfekt an den S-Bogen an.
Der Teflonring schmiegt sich perfekt an den S-Bogen an.

Neben dem guten Halt sind natürlich die Spieleigenschaften ebenso von Bedeutung. Um speziell die Auswirkung des Teflonringes zu testen, kann man die Hülse auch ohne den Ring spielen.

Es ist eine geringe Dämpfung der Schwingung durch den Teflonring zu spüren. Ich fand es jedoch angenehm und eher warm im Klang. Ich denke auch ein Abdichten mit Gummischlauch verursacht einen viel größeren Schwingungsverlust.


absolut perfekter und sicherer Sitz auf dem S-Bogen
absolut perfekter und sicherer Sitz auf dem S-Bogen
auch optisch edel und schön
auch optisch edel und schön


Die Maße der Hülse sind eher weit. Bei meinem Chiarugi Dorn 2 schaut oben noch ein Millimeter heraus und die Chudnow Hülse rutscht (ohne Ring) auch einen Millimeter weiter auf den Dorn.


Bekommen könnt ihr die Hülse hier bei Kreedo.


Viel Spaß beim Probieren!


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Neuer Hülsentyp bei Chiarugi

Chiarugi Typ 6
Chiarugi Typ 6

 


Chiarugi hat einen neuen Hülsentyp auf den Markt gebracht. Der Typ 6 schließt jetzt die Lücke und Chiarugi hat nun sieben Hülsen für die Oboe im Sortiment.


Die Qualität der Hülsen und des dazugehörigen Dornes sind wie gewohnt sehr gut. Auch die Passgenauigkeit von Hülse und Dorn ist optimal und es sind kaum Schwankungen festzustellen.


Die Hülsenmaße wurden wie bei meinem großen Hülsentest durch Vermessen des Aufbindedorns erstellt. Im Vergleich zu den anderen Hülsen fällt auf, dass die Chiarugi Typ 6 Hülse oben eher weit und unten eher eng ist.

Eine von den Maßen fast identische Hülse ist die von
Reeds 'n stuff. 

Auch die Rouseau Chantant 2 Hülse hat ähnliche Maße und ist auch von der Verarbeitung gleich, da Chiarugi auch diese produziert.

Hülsenmaße im Verlauf, gemessen am Dorn
Hülsenmaße im Verlauf, gemessen am Dorn

Klanglich ist die Typ 6 Hülse sehr angenehm und focusiert. Die Intonation ist gut, auch wenn die Tiefe auf meiner Marigaux 901 etwas zu tief war. Die hohe Lage steht aber sehr gut und ist ausgeglichen.

 

Alles in allem ist es eine sehr gute Hülse, die sich lohnt auszuprobieren. Chiarugi überzeugt wie immer durch Klang und Qualität. Angeboten wird sie in den typischen Längen von 45-48mm.

 

Zu bekommen u.a. bei Oboe Shop


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Rohrhalter zum besseren Schaben

Foto: Mario Karger
Foto: Mario Karger




Der Rohrhalter für Oboen-, Oboe d'amore- und Englischhornrohre sorgt dafür, dass das Schaben locker von der Hand geht. Einfach entspannt, ohne verkrampfte Hand die Mundstücke bearbeiten...


Gerade bei Englischhorn- und Oboe d'amorerohren verkrampft der Hand aufgrund der kurzen Länge des Mundstückes sehr schnell. Oft wird daher der Aufbindedorn als Verlängerung in die Hülse gesteckt. Leider liegt dieser aber auch nicht sehr angenehm in der Hand, da dann der Griff sehr weit hinten liegt.

Oboeplus bietet jetzt eine gute Lösung für ein entspanntes Arbeiten.


Der Rohrhalter ist dem oberen Stück der Oboe nachempfunden und auch optisch sehr ansprechend. Der mitgelieferte Dorn kann auf der Rückseite eingeschraubt werden und ist für Rohre der Oboe d'amore und des Englischhorns gedacht.

Es gibt den Rohrhalter auch aus anderen sehr hübschen Hölzern.

Schaut einfach mal bei oboelus.com vorbei!

Foto: Mario Karger
Foto: Mario Karger

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Isabella - Der Becher für brillianten Klang

Den Isabella-Becher gibt es aus den verschiedensten Holzarten.
Den Isabella-Becher gibt es aus den verschiedensten Holzarten.



Feintuning für die Oboe


Der Isabella-Becher verleiht der Oboe einen brillianteren, dunkleren Klang und gleicht Lautstärkeunterschiede in den Registern aus.


 





Der Becher der Oboe ist eines der entscheidensten Teile für Klang und Ausgeglichenheit im Klang. Selbst Ansprache und Intonation ändern sich bei unterschiedlichen Bechern am Instrument.

Beim Englischhorn und bei der Oboe d'amore sind Becher aus anderem Holz schon lange nichts Neues mehr. Die Unterschiedlichen Holzarten verändern die Schwingungen im Instrument und der Luft, so dass ein edlerer Klang erzeugt werden kann.

Thomas Orlowski hat sich die nun der Oboe angenommen und einen Becher entwickelt, der die Brillianz und Klangfarbe sehr positiv beeinflusst.


Beim Oboenbecher Isabella fällt zuerst die für das Englischhorn und die Oboe d'amore typische Eiform auf. Anders als bei den tieferen Nebeninstrumenten ist das Ei jedoch nicht auch innerhalb des Bechers ausgespart. Die Innenbohrung des Isabella-Bechers ist eine Oboenbohrung. Durch die größere Wandstärke und die Position der Auswölbung bekommt die Oboe einen fokusierten, edlen und warmen Klang.

Bei meiner Marigaux 901 war neben dem schöneren Klang zudem noch eine kräftigere und strahlender Höhe zu hören.

Das Spielgefühl war sehr angenehm, aber mit ein wenig mehr Widerstand. Der Isabella-Becher ist zudem etwas schwerer als der Standard-Becher, was den Schwerpunkt des Instrumentes verlagert. Da es die Becher aber auch in leichteren Holzarten gibt, kann ein anderes Material den Unterschied wieder ausgleichen. 

Zudem arbeitet Thomas Orlowski gerade an einem Becher aus Arbosonic (speziell behandelter Bergahorn), der wesentlich leichter ist als die bisher erschienenen Modelle.

 

Isabella - Eine Liebeserklärung an seine Frau
Isabella - Eine Liebeserklärung an seine Frau

Den Isabella-Becher gibt es für die Oboemodelle:

  • Marigaux
  • Ludwig Frank
  • Gebr. Mönnig/ Oscar Adler
  • Lorée
  • Buffet
  • Yamaha
  • Rigoutat

und aus den Holzarten:

  • Grenadille
  • Schlangenholz
  • Cocobolo
  • Arbosonic
  • Pockholz

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Mit Rhodium und Gold veredelte Hülsen

Veredelte Chiarugi Hülsen durch RA Tubes
Veredelte Chiarugi Hülsen durch RA Tubes



Die Firma Rhodium Aurum Tubes veredelt Hülsen von Chiarugi und Guercio mit einer Rhodium- oder Goldbeschichtung. Oboe Blog testet die Hülsen auf ihre Klang- und Spieleigenschaften.


Getestet wurden die Typen Chiarugi 47mm Typ 2, Chiarugi 46mm Typ 2, Chiarugi 46mm Typ 2+ und Guercio 46mm D11.

Wie bei allen vorherigen Hülsentests wurden die Hülsen durch Umstecken eines Oboenrohres verglichen.

Nach dem Abdichten mit Heißkleber, kann das Rohr ohne Probleme von einer auf die andere Hülse gesteckt werden.
Nach dem Abdichten mit Heißkleber, kann das Rohr ohne Probleme von einer auf die andere Hülse gesteckt werden.


Was ist Rhodium?

Rhodium ist wie Platin und Gold ein Edelmetall. Es zählt zu den teuersten Metallen der Welt und wird in der Schmuckherstellung zum Veredeln von Weißgold- und Platinschmuck verwendet. Mit Rhodium veredelte Materialien besitzen ein hohes Reflektionsvermögen und sind sehr hart und beständig.

Links: mit Gold veredelte Chiarugi-Hülse; Mitte: mit Rhodium veredelte Chiarugi-Hülse; Rechts im Hintergrund: Standard Messing-Hülse
Links: mit Gold veredelte Chiarugi-Hülse; Mitte: mit Rhodium veredelte Chiarugi-Hülse; Rechts im Hintergrund: Standard Messing-Hülse

 

Die veredelten Hülsen sind Standard Messing-Hülsen, welche mit einer dünnen Schicht des Edelmetalls überzogen wurden. Die Verarbeitung ist sehr gut und die Beschichtung ist gleichmäßig und absolut stabil.

Optisch machen alle Hülsen einen hervorragenden Eindruck.



Beim Spielen der vergoldeten Hülse fällt nur ein sehr geringer Unterschied auf. Sie schwingt etwas besser und der Klang ist ein klein wenig wärmer. Der Unterschied ist auf allen Hülsentypen nur sehr gering spürbar aber vorhanden.

Das Spielgefühl der Rhodiumhülsen ist dagegen sehr anders. Die Hülsen sind lauter und direkter. Der Klang ist eher robust und fokusiert. Die reflektierenden Eigenschaften des Rhodiums scheinen sich auch im Klang der Hülse wiederzuspiegeln.


Der Preis der Hülsen liegt bei 20-21€ pro Stück. Bestellen könnt ihr die Hülsen entweder bei Oboe-Shop oder direkt beim Hersteller RA Tubes.

Beim Hersteller stehen euch zusätzlich noch Englischhornhülsen zur Verfügung.


Vielen Dank an Heiko Frosch für die Bereitstellung der Hülsen!


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Der Weg zum guten Oboenrohr - revidierte Auflage

Foto: Aulos-Verlag
Foto: Aulos-Verlag




Nachdem die Erstauflage meines Buches "Der Weg zum guten Oboenrohr" bereits vergriffen war, gibt es jetzt die revidierte zweite Auflage.
Neben der aktualisierten Adressliste, wurde der Anhang erweitert und es ist ein kleines Kapitel zum Dichtemessen hinzugegkommen.
Vielen Dank für euer Interesse an meinem Buch!

-David Werner-



Rohrbauanleitungen gibt es schon einige auf dem Markt, die beim Erlernen des für den Oboisten unverzichtbaren Handwerks helfen. Lösungen bei speziellen Problemen und Fehlern konnten aber bisher nur im Gespräch mit Kollegen, Lehrern oder durch mühsames Ausprobieren gefunden werden.

Im Buch „Der Weg zum guten Oboenrohr“ beleuchte ich, Schritt für Schritt von der richtigen Holzauswahl bis hin zur Nachbearbeitung des fertigen Oboenrohrs, jeden Aspekt. Die von meinem Bruder Marcus Werner erstellten Grafiken und hochwertigen Bilder verdeutlichen die Zusammenhänge und machen es zu einem sehr anschaulichen Nachschlagewerk.
Im umfangreichen Anhang des Buches findet ihr außerdem neben vielen Listen zu Fassontypen und Hülsenarten auch noch alle wichtigen Kontaktdaten zu Händlern, Instrumenten- und Maschinenbauern.

 

Erhältlich ist das Buch auf der Website meines  Aulos-Verlages oder bei vielen bekannten Händlern wie Oboe-Shop, Kreedo, Reeds 'n stuff, Stefan Pieger, Uwe Henze etc.

 

Softcover, 105 Seiten, eingeschweißt
24,90€
ISBN 978-3-00-042826-5




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Automatik für den Bucher Außenhobel

Foto: oboenrohr.ch
Foto: oboenrohr.ch



Den Bucher-Außenhobel gibt es jetzt auch mit einer Automatik. Einfach das Oboenrohr einspannen und zuschauen. Sehr entspannend :-)




Im Video wird die Automatik anhand eines Fagottrohres präsentiert. Natürlich funktioniert es beim Oboenrohr genauso gut. Viel Spaß beim anschauen.

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Neue Rubrik - Produktvergleich

Erster Vergleichstest: Vorhobel von Michel und Reeds 'n Stuff
Erster Vergleichstest: Vorhobel von Michel und Reeds 'n Stuff

Oboe-Blog hat jetzt eine neue Rubrik!

Produktvergleich

Hier werden gleiche Produkte von unterschiedlichen Herstellern miteinander verglichen.

Als Erstes waren die Vorhobel von Kunibert Michel und Reeds 'n Stuff dran.



Der erste Test befasst sich ausführlich mit den Vorhobeln von Kunibert Michel und Reeds 'n Stuff. Das Material, die Handhabung und die Qualität des Endergebnis werden gegenüber gestellt.


Schaut rein und schreibt mir eure Erfahrungen!


Vergleichstest Vorhobel


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Nachruf Kunibert Michel

 

 

 

 

 

Am 2.März 2015 ist Kunibert „Kuni“ Michel im Alter von
77 Jahren nach kurzer Krankheit verstorben.
Der Spezialist für Oboen-und Fagotthobelmaschinen hat mit seinem Schaffen großen Einfluss auf die Entwicklung des Rohrbaus gehabt.


Mit großem Dank blicken wir auf das Werk des studierten Klarinettisten, der ursprüngliche Maschinen für den Klarinettenblattbau hatte herstellen wollen.
Seine Oboenkollegen überredeten ihn jedoch einen Außenhobel für Oboe zu bauen. So entstand 1969 der erste Außenhobel und damit auch die Firma Kunibert Michel in zwei Hannoveraner Garagen.

Der Außenhobel ermöglichte es fortan Rohre mit bis dahin nicht gekannter Genauigkeit und Reproduzierbarkeit herzustellen. Doch schnell stellte sich heraus, daß die Vorarbeiten mit den damaligen Maschinen nicht genau genug ausgeführt werden konnten. Daher entwickelte Kuni zwischen 1969 und 1970 für und mit den großen Oboisten ihrer Zeit wie Günther Passin, Günther Zorn und Lothar Koch auch noch Innenhobel, Meßuhren und Fassonschneider.


Die Firma Kunibert Michel wuchs stets, so daß 1979 der erste Angestelle tätig werden konnte. „Charly“ übernahm die Produktion der Innenhobel, die seitdem ausschließlich von ihm gebaut werden.

Die Entwicklung der Werkzeuge und Hobelmaschinen hat den Doppelrohrbläsern ihr Musikerleben erleichtert. Für Kunibert Michel war der Rohrblatt-Maschinenbau mehr als eine bloße Tätigkeit. Sie war Leidenschaft und Hingabe zugleich. Deshalb war es Kunibert Michel wichtig, daß sein Lebenswerk weitergeführt werden würde.

Daher hat er 2010 mit der Einstellung von Charly’s Frau Nicole Willig-Pachaly frühzeitig die Weichen gestellt und sich nach der Einarbeitung seiner Nachfolgerin sukzessive aus der Firma zurückgezogen, bis Nicole Willig-Pachaly im Oktober 2014 die Firma schließlich komplett übernahm.



Viele Geschichten verbinden die Besitzer seiner Maschinen mit Kunibert Michel. Die abenteuerliche Werkstatt mit den Schäferhunden und die Genialität seiner Hobelmaschinen und Werkzeuge werden uns noch lange im Kopf bleiben.


In dankbarer Erinnerung


Charly, Nici, Timo Willig und viele Doppelrohrbläser


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Tavernaro Hülsen im Test



Von Peter Tavernaro entwickelt, von Chiarugi produziert


Sehr schöner Klang und sehr gute Qualität




Die Hülsen des österreichischen Oboisten Peter Tavernaro werden von Chiarugi produziert und sind daher in der gewohnten guten Qualität. Das Metall ist stabil und besitzt eine schöne Oberfläche. Auch der Kork ist sehr gut, mit wenig Einschlüssen und nicht porös. Erhältlich ist sie in den Längen 46mm und 47mm.


Die Hülse ist unten eher dickwandig und ähnelt der Takumi Hülse von Chiarugi. Am oberen Ende besitzt sie aber die gewohnte Elipse, die nicht allzu stark ausgeprägt ist.
Da es leider noch keinen passenden Dorn gibt, habe ich einen Klopfer D12 Dorn hineingeschoben. Dieser passt nicht gleich, kann aber mit wenig Kraft reingedrückt werden. Dadurch verändert sich aber die Hülse!

Dennoch sitzt die Hülse ein wenig locker auf dem Dorn. Somit ist sie sogar noch ein wenig weiter als die Klopfer D12.

Ein passender Dorn wäre für das Aufbinden aber dringend notwendig, weil sonst jeder Oboist mit seinem vorhandenen Dorn die Hülse verändern würde.



Blick auf die untere Öffnung der Hülse
Blick auf die untere Öffnung der Hülse

Das Umbinden eines Rohres von der Möckel D12 (Klopfer original) auf die Tavernaro Hülse funktioniert aufgrund der Ähnlichkeit sehr gut. Klanglich ist sie sehr schön. Der warme aber auch strahlende Klang klingt sehr angenehm. Sie harmoniert sehr gut mit meiner Marigaux 901 und es sind keine Intonationsprobleme zu bemerken. Die Höhe hängt nicht und die Tiefe spricht auch gut an.

Im Vergleich zur Möckel D12 Hülse hat sie ein wenig mehr Widerstand. Das kommt wahrscheinlich durch die etwas dickere Wandstärke und/oder durch die andere Metalllegierung. Der Widerstand ist aber bei vielen Oboisten auch gewünscht und kann bei einigen Rohren auch hilfreich sein.


Fazit:

Die Hülsen machen einen schönen Eindruck, sowohl optisch als auch klanglich. Die Intonation ist ausgeglichen und es fallen keine Töne heraus. Einzig der fehlende Dorn stellt ein Problem dar, da die Hülse beim Aufbinden mit einem fremden Dorn verformt wird.


Zu bekommen ist die Hülse bei


Oboe Shop


oder bei


Peter Tavernaro.


Viel Spaß beim Ausprobieren und vielen Dank an Heiko Frosch!



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Neue Oboe von Dupin

 

 

Die Firma Dupin hat einen neuen Oboentyp entwickelt.

Der Nachfolger der Imperial Oboe zeichnet sich durch einen focusierten Sound und eine leicht zu spielende oberen Oktave aus.



"Als langjähriger Dupin Spieler konnte ich immer die neuesten Entwicklungen dieses fantastischen kleinen Familienunternehmens verfolgen. Die Imperial Oboe, die ich schon einige Jahre spiele hat mich immer schon begeistert: eine perfekte Intonation, jeder Ton in der Skala ausbalanciert und in der Stimmung sehr stabil. Ich dachte, dass man nicht mehr weitergehen kann und wirkliche Verbesserungen machen kann, weil das Instrument einfach sehr gut war. Vor einer Woche konnte ich nun meine neue Dupin Oboe in der Manufaktur Dupin abholen und war sehr überrascht und begeistert vom neuen Model! Ich konnte mir nicht vorstellen, dass man entscheidendere Verbesserungen machen kann!

Dieses neue Instrument wird jeden Oboisten begeistern! Eine neue Form mit einer noch ergonomischeren Mechanik, die technisch schwierige Passagen sehr erleichtert. Der Klang, rund weich und nach ausgiebigen Test sehr tragfähig. Vorallem ab der 1. Oktave sehr leicht zu blasen. Durch den sehr speziellen, wunderschön gebauten Becher ist die Tiefe perfekt intoniert und erlaubt ein sicheres pianississsimo.

Bravo Roland und Christoph Dupin! Ihr habt eine Oboe kreiert die seinesgleichen sucht!"


Renato Bizzotto, langjähriger Solooboist des Symphonischen Orchesters Zürich



"The sound is soft like velvet but I have all the volume and brightness I could ever ask for. The top register is even easier as with my old imperial and the low register I find more focused and easier to play too. Evenness is just amazing and intonation is of course perfect. It has an oboe da more feel to it and I have really great expectations to it in my working life in the Royal Danish Orchestra.

Congratulations on your fantastic new Oboe. I think you have set a new standard here."


Joakim Dam Thomson, Solooboist des "Royal Danish Orchestra"

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Fasson-Finder

 

 

Die Suche nach der richtigen Fasson

 

Heiko Frosch hilft Oboisten bei der Suche durch den neuen Fasson-Finder auf seiner Website www.oboe-shop.de




Bei der Suche nach der richtigen Fasson stoßen wir Oboisten immer wieder auf das Problem, dass wir die unterschiedlichen Typen schlecht miteinander vergleichen können.

Heiko Frosch, der Inhaber von Oboe-Shop, ist dieses Problem angegangen und stellt auf seiner Website ein neues Tool, den Fasson-Finder, vor.


Fasson-Finder


Die zuerst erscheinende Liste zeigt zunächst alle Fassons in der üblichen durchnummerierten Form mit deren Messwerten an. Durch einen Klick auf die Kopfleiste, beim entsprechenden Parameter, können diese nun in aufsteigender oder absteigender Form angezeigt werden. Dies ermöglicht dem Bediener die Fassons der breite nach zu sortieren.


Einen weiteren und noch entscheidenden Vorteil bietet die Filterfunktion. Durch die Vorgabe eines bestimmten Parameters können die Fassons selektiert werden. Somit kann der Bediener sich beispielsweise nur die Englischhornfassons anzeigen lassen. Durch Vorgabe zusätzlicher Werte kann die Auswahl weiter eingegrenzt werden. Auch hier ist die Sortierung nach absteigenden oder aufsteigenden Messwerten weiterhin möglich und sehr hilfreich.


Neben dem Sortieren und Selektieren bietet das Tool eine weitere noch viel interessantere Funktion. Da sich von den abstrakten Werten der Fassons nur schwer deren Verlauf ableiten lässt, wird einem dieser nach einem Klick auf die gewünschte Zeile gleich angezeigt.
Die unter der Tabelle erscheinende Skizze ist zwar nicht im Verhältnis 1:1, da sonst die Unterschiede kaum zu sehen wären, doch erleichtern sie den Vergleich. Durch hin- und herschalten zwischen den unterschiedlichen Typen kann nun sehr leicht deren Unterschied festgestellt werden.


Bisher beinhaltet die Liste zwar nur die Fassons von Hörtnagl, jedoch sind weitere in Planung.
Alles in allem ist das Tool ein großer Gewinn und erleichtert die Suche nach der richtigen Fasson enorm.
Eine ausführliche Videoanleitung von Heiko Frosch ist auf Youtube zu finden.


Viel Spaß beim Vergleichen und Finden der passenden Fasson.


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Der Weg zum guten Oboenrohr




Welche Auswirkung hat die Holzauswahl, die Aushobelstärke oder der Fassontyp auf mein Oboenrohr?

Wie vermeide ich Fehler beim Umgang mit den Rohrbaumaschinen? Welche Auswirkungen haben die unterschiedlichen Hülsen?

Das sind Fragen, die sich jeder Oboist schon einmal gestellt hat. Ich habe mich dieser Fragen in meinem neuen Buch angenommen und möchte es euch hier vorstellen.


Rohrbauanleitungen gibt es schon einige auf dem Markt, die beim Erlernen des für den Oboisten unverzichtbaren Handwerks helfen. Lösungen bei speziellen Problemen und Fehlern konnten aber bisher nur im Gespräch mit Kollegen, Lehrern oder durch mühsames Ausprobieren gefunden werden.

Im Buch „Der Weg zum guten Oboenrohr“ beleuchte ich, Schritt für Schritt von der richtigen Holzauswahl bis hin zur Nachbearbeitung des fertigen Oboenrohrs, jeden Aspekt. Die von meinem Bruder Marcus Werner erstellten Grafiken und hochwertigen Bilder verdeutlichen die Zusammenhänge und machen es zu einem sehr anschaulichen Nachschlagewerk.
Im umfangreichen Anhang des Buches findet ihr außerdem neben vielen Listen zu Fassontypen und Hülsenarten auch noch alle wichtigen Kontaktdaten zu Händlern, Instrumenten- und Maschinenbauern.

 

Erhältlich ist das Buch auf der Website meines neugegründeten Aulos-Verlages oder bei vielen bekannten Händlern wie Oboe-Shop, Kreedo, Reeds 'n stuff, Stefan Pieger, Uwe Henze etc.

 

Softcover, 105 Seiten, eingeschweißt
24,90€
ISBN 978-3-00-042826-5


Ich freue mich auf euer Feedback :-)


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Neueröffnung von Kunibert Michel (Update)

Außenhobel für Oboe
Außenhobel für Oboe

 

 

Neues in der Kategorie "Oboe Blog besucht..."

Die Firma Michel wurde am 14.10.2014 neueröffnet.

Oboe Blog war dabei und berichtet euch.

Neue Telefonummer: 05034/9593400!


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Der große Hülsentest (Update)

 

 

Welche Hülse passt zu mir? Was sind eigentlich die Unterschiede? Dank Oboe-Shop hatte ich die Möglichkeit die gängigsten Hülsen zu testen und zu vergleichen. Die Maße, die Verarbeitung und das Spielverhalten der unterschiedlichen Hülsen werden hier gegenübergestellt.

 


 

Viele Oboisten stehen gerade beim Erlernen des Rohrbaus vor dem Problem. Liegt es an der Hülse, weshalb mein Rohr nicht funktioniert? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen den unterschiedlichen Marken und Typen? 

 

Ziel dieses sehr ausführlichen Test soll sein, ein wenig Licht in das Dunkle zu bringen.

 

Neben den äußerlichen Merkmalen und der Vermessung der unterschiedlichen Dorne, steht das Spielverhalten der Hülsen im Mittelpunkt.

 

Der Test

Der Einfachheit halber ist der Test in 3 pdf-Dateien unterteilt.

 

1. Der komplette Test ausführlich mit Fotos und Beschreibungen

2. Eine Zusammenfassung in Tabellenform

3. Eine Hülsenliste mit den Maßen der vermessenen Dorne

 

Download
Der Hülsentest.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.4 MB
Download
Hülsentest Übersicht.pdf
Adobe Acrobat Dokument 154.3 KB
Download
Hülsenliste.pdf
Adobe Acrobat Dokument 68.4 KB

Anmerkungen:

Bitte beachtet, dass der Test natürlich Ungenauigkeiten enthält. Abgesehen von Messfehlern meinerseits, unterliegen die Hülsen und auch Dorne in der Produktion einer gewissen Schwankung in den Messwerten und der Qualität.

Die Beurteilung des Spielverhaltens der Hülsen ist sehr subjektiv. Andere Instrumente oder Vorlieben im Rohrbau können natürlich ganz andere Ergebnisse liefern. 

 

Ein großer Dank geht an Heiko Frosch (Oboe-Shop). Ohne ihn wäre der Test nicht möglich gewesen, da er die Dorne und Hülsen zur Verfügung gestellt hat.
Vielen Dank auch an Jürgen Krebs von kreedo für den Tipp mit dem Heißkleber.

 

Wenn der Test euch gefällt, teilt ihn gern mit anderen Oboisten. Auch möchte ich euch schonmal auf mein Buch "Der Weg zum guten Oboenrohr" hinweisen, dass im Oktober erscheint. Darin geht es um die Auswirkungen der verschiedenen Methoden und Messwerte und ihre Auswirkungen auf das Oboenrohr.

 

Ich freue mich auf Feedback und Kommentare!

 

Edit: Neue Version von Der Hülsentest.pdf. Eingefügt: Fasson H17 von Reeds 'n stuff.

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Kunststoffrohr in der Entwicklung

Foto: Légère
Foto: Légère

 

 

Ist das Kunststoffrohr schon in reichbarer Nähe?

Die Firma Légère hat bereits einen Prototypen fertiggestellt und Christoph Hartmann

(Oboe bei den Berliner Philharmonikern) darauf spielen lassen.

 


 

Die Musik im Hintergrund soll laut Video auf einem der Kunststoffrohre gespielt worden sein.

Es ist aber sehr viel Hall auf der Aufnahme. Hoffen wir, dass die Rohre genau so ein Erfolg werden, wie die Klarinetten- und Saxophonblätter.

 

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Neue S-Bögen von Heckel

Foto: Orlowski
Foto: Orlowski

 

 

Die Firma Heckel hat ihre Produktion von S-Bögen für das Englischhorn
wieder aufgenommen.

 

Die erste Auswahl kann bei der
Manufaktur Orlowski in Berlin angespielt werden.


Die Firma Heckel war bisher hauptsächlich für ihre hervorragenden Fagotte bekannt. Die Produktion von hochwertigen S-Bögen ist dabei selbstverständlich.
Endlich sind auch wieder welche für das Englischhorn erhältlich. Thomas Orlowski hat in seiner Manufaktur eine erste Auswahl zur Verfügung.

 

 

Manufaktur Orlowski
Enkenbacher Weg 15
12559 Berlin

 

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lefreQue Resonanzoptimierung

Mehr Klang durch lefreQue

 

Das kleine Stück Metall optimiert die Schwingungsübertragung zwischen den einzelnen Teilen des Instrumentes und verändert Klangfarbe und Spielgefühl.


 

Das Prinzip der Resonanzoptimierung ist schon seit längerem bei einigen Instrumentenbauern ein Thema. Bei allen Holzblasinstrumenten sind die verschiedensten Materialien verbaut, die große Unterschiede im Schwingungsverhalten aufweisen. Gerade Kork, Leder und Filz dämpfen Schwingungen sehr stark und können ein Instrument verändern.

Aber auch unterschiedliche Metalle schwingen anders. Ein gutes Beispiel sind die Ludwig Frank Oboen, die grundsätzlich vergoldete Böcke haben, weil diese die Schwingungen des Instruments verbessern. Auch Marigaux hat sich mit dem Thema befasst und das Modell M2 mit einer anderen Teilung entwickelt um die Schwingungen im Instrument zu optimieren.

 

Relativ neu ist lefreQue. Das in 4 unterschiedlichen Metallen erhältliche Tool, soll die Schwingungen zwischen den einzelnen Teilen des Instrumentes besser übertragen und somit für mehr Resonanz sorgen. Durch das Anbringen am Korpus können die Schwingungen über das Metall weitergetragen werden. Daduch schwingt das ganze Instrument besser und es entsteht ein größerer Klang.

 

Bisher war lefreQue meist nur bei Flöten, Saxophonen oder Klarinetten zu finden.
Oboe Blog hatte dank Heiko Frosch (Oboe-Shop) die Möglichkeit 3 Varianten an den Oboeninstrumenten zu testen.

 

 

LefreQue ist sehr stylisch verpackt und macht mit seinem großen QR-Code auf der Packung einen modernen Eindruck. Nach dem Hineinschauen ist einem auch klar, wieso dieser so riesig auf der Verpackung abgebildet ist. Eine Anleitung fehlt nämlich komplett!
Ohne Blick auf die Internetseite des Herstellers ist eine Verwendung nicht oder nur falsch möglich.

Zunächst habe ich auch den Fehler begangen und ein Teil oben am Instrument und eines unten benutzt. Das funktioniert zwar auch, jedoch ist der Effekt dann nicht so stark. Beide Metallstücke sollen nämlich übereinander gelegt und gemeinsam am Instrument befestigt werden.

 

Zum besseren Verständnis gibt es hier die Anleitung des Herstellers als Download.

 

Download
Anleitung lefreQue
Anleitung lefreQue.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

Oboe

Auf der Oboe ist die Anwendung von lefreQue nicht ganz so leicht, wie auf der Internetseite beschrieben. Die Klappen der Oboe sind leider so gebaut, dass es immer eine Verbindung zwischen den einzelnen Teilen gibt. Daduch wird es unmöglich die Kunstoffgummis anzubringen um lefreQue zu fixieren.

Die einzige Möglichkeit um es bei der Oboe zu nutzen ist die Verbindung von Rohr zu Oboe.

Mit ein wenig Mühe kann man es mit einem Gummiband so an der Oboe fixieren, dass die Schwingungen von der Hülse besser auf den Korpus übertragen werden.

Beim Spielen ist deutlich zu spüren, dass das Instrument mehr schwingt. Die Oboe klingt deutlich lauter und teilweise spürt man die größeren Schwingungen sogar an den Fingern. Auffällig ist aber auch, dass Töne mit schwierigem offenen Klang, wie das c2, auch verstärkt werden und dadurch noch mehr rausfallen können.

Aus meinen Erfahrungen ist die Oboe ein Instrument, was auch ein wenig Dämpfung benötigt um den weichen schönen Klang zu behalten.

Schwierig ist auch die Befestigung. Nicht nur das schwierige fixieren, was einen schnellen Rohrewechsel unmöglich macht, ist störend, auch kommt man oft mit den Lippen an das Metall.

 

 


Oboe d'amore und Englischhorn

Auf den Nebeninstrumenten Oboe d'amore und Englischhorn ist die Verwendung schon wesentlich leichter. Hier kann lefreQue wie bei der Oboe am oberen Teil des Korpus angebracht werden. Beachten sollte man hierbei, dass das Metall stark am S-Bogen und am Korpus anliegen muss um die Schwingung zu übertragen. Eine bloße Berührung reicht nicht aus.

Die größte Veränderung ergibt sich aber bei Instrumenten mit Bechern ohne Klappen. Da der Becher bei den Oboeninstrumenten einen sehr großen Einfluss auf die Klangfarbe und das Spielgefühl hat, treten hier auch die größten Unterschiede auf.

Der Klang des Instrumentes wird deutlich lauter und voluminöser. Die Ansprache der Töne ist leichter und es strengt weniger an beim Spielen. Auch einige Bindungen funktionieren besser.


Die unterschiedlichen Materialien

LefreQue gibt es in 4 unterschiedlichen Materialien: Gold, Silber, Messing und Rot-Messing.

Alle 4 Varianten verbessern die Resonanz im Instrument. Allerdings klingen sie sehr unterschiedlich.

Messing schwingt zwar gut, besitzt aber keinen besonderen Klang. Hier ist nur ein geringer Unterschied zu spüren.

Die Varianten aus Silber und Gold sind empfehlenswerter. Man merkt hier einen deutlichen Unterschied in Klang und Spielgefühl. Ähnlich wie bei den Hülsen, wird der Klang bei Silber klarer und fokusierter. Das Instrument gewinnt an Strahlkraft, was sich beim Englischhorn sehr positiv auswirkt.

Gold produziert einen warmen, voluminösen und großen Klang. Das Instrument klingt voller und die tiefen Töne schwingen sehr gut.

 

 

Fazit:

 

LefreQue ist ein gutes Tool um den Klang des Instrumentes zu optimieren. Es ist deutlich zu spüren und zu hören, wie die Schwingungen mehr Resonanz im Instrument finden.

Auch wenn es für die Oboe aufgrund der schlechten Befestigungsmöglichkeiten eher unpraktisch ist, profitieren die Nebeninstrumente sehr von der besseren Resonanz. 

Für Oboe d'amore und Englischhorn ist speziell die Anbringung am Becher zu empfehlen, da hier der größte Unterschied zu spüren ist.

Ein kleines Manko ist jedoch zu nennen und das ist der Preis.

 

lefreQue Messing 49,90€

lefreQue Silber 199,90€

lefreQue Gold (vergoldet) 298,90€

 

Trotzdem lohnt es sich lefreQue zu probieren!

 

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Günther Passin gestorben

Bild: www.passin.at
Bild: www.passin.at

 

 

 

Der große Oboist und Professor Günther Passin ist gestorben. 

1937-2014


Günther Passin wurde in  Leipzig geboren und studierte an der dortigen Musikhochschule “Felix Mendelssohn-Bartholdy”. Sein erstes Engagement als Solo-Oboist erhielt er 1957 in Chemnitz und war später von 1962 bis 1994 als Solo-Oboist am Radio-Symphonie-Orchester in Berlin tätig.

Seit 1982 ist er als Professor für Oboe an der Hochschule für Musik und Theater in München und ist seit 1997 auch am Mozarteum in Salzburg tätig.

Zahlreiche Tonträger-Einspielungen und seine intensive Konzerttätigkeit sowohl im solistischen wie auch im Ensemblespiel machen ihn weltweit zu einem gefragten Künstler und Vorbild vieler Oboisten. In zahlreichen Meisterkursen gab er bis zuletzt sein Wissen an viele Studenten und Schüler weiter. 

 

 

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"Meditations Oboe & Harp at the opera" Céline Moinet & Sarah Christ bezaubern mit neuer CD

 

 

 

Céline Moinet bringt mit ihrem 2. Album "Meditations" ein hörenswertes Meisterwerk heraus. Die Oboe vereint sich wunderbar mit der von Sarah Christ gespielten Harfe.


Die Französin Céline Moinet führt mit ihrer neuen CD „Meditations – Oboe & Harp at the opera“ gekonnt durch die Opern der Romantik. Ihr Klang vereint die französische Flexibilität mit dem vollen deutschen Ton. Neben dem facettenreichen Oboenspiel beweist sie, dass sie als Solo-Oboistin auch auf dem Englischhorn zu Hause ist.
Sarah Christ spielt an der Harfe mit sehr schöner Präzision und vereint sich gefühlvoll mit den Oboenklängen. Der Titel „Meditations“ beschreibt die CD hervorragend und bringt einen beim Zuhören gleich in Entspannung.

Céline Moinet ist 1984 in Lille/Nordfrankreich geboren. Sie studierte bei David Walter und Maurice Bourgue Oboe und Kammermusik. Bei Marcel Ponseele und Xenia Löffler studierte sie später noch die Barockoboe. 2006 wurde sie bereits Solo-Oboistin am Nationaltheater Mannheim. Seit 2008 spielt sie an der Solo-Oboe in der berühmten Sächsischen Staatskapelle Dresden.
Neben ihrer Professur an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden tourt sie mit verschiedenen renommierten Orchestern, wie die Wiener Philharmoniker, die Praque Philharmonia, das Pacific Music Festival Orchestra und das Kammerorchester Basel, im In- und Ausland.

Die 1980 geborene Harfinistin Sarah Christ studierte bei Catherine Michel, Fabrice Pierre und Helga Storck. Mit 21 Jahren wurde bereits jüngstes Mitglied des Wiener Staatsopernorchesters. Nach 2 Jahren verließ sie jedoch das Orchester um sich ganz der Solo- und Kammermusikkarriere zu widmen. Sie war bereits mit den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden und dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks zu hören. Als Dozentin unterrichtet sie regelmäßig bei unterschiedlichen Festivals und Institutionen, wie dem Schleswig Holstein Festival, der Mahler Chamber Orchestra Academy und dem Orchesterzentrum Dortmund.


 

Bekommen könnt ihr die CD natürlich bei Amazon oder im Plattenladen eures Vertrauens.

 

 

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Stimmringe für Englischhorn

Foto: Oboe-Shop
Foto: Oboe-Shop

 

 

Passend zur Jahreszeit der Kirchenmuggen gibt es nun die Stimmringe auch für das Englischhorn.


Genau wie bei den Stimmringen für Oboe sind diese auch beim Englischhorn der ideale Helfer gegen Intonationsprobleme. Sie können ohne Probleme unter den S-Bogen gelegt werden und rutschen beim Umdrehen des Instruments wieder heraus. Man benötigt keinen Schraubenzieher zum Entfernen und zerkratzt sich somit nicht den Einsatz des Instruments.

 

Für das Englischhorn gibt es die Stimmringe auch hier in den Größen 2 - 6mm.
2 mm entsprechen ca. 1,5Hz Tonhöhenkorrektur.

Bei Oboe-Shop gibt es sie für die Englischhornmarken Marigaux/Rigoutat, Mollenhauer und Mönnig/Lorée.

 

Sie können einzeln in der gewünschten Größe bestellt werden.

 

Somit steht dem weihnachtlichen Konzert mit der Kirchenorgel nichts mehr im Weg.

 

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Oboenrohre korrigieren

Bild: kreedo
Bild: kreedo

 

 

 

 

 

Bei Kreedo gibt es ganz neu einen Flyer mit vielen nützlichen Tipps zum Korrigieren der Oboenrohre. Für alle üblichen Probleme in den einzelnen Registern werden Lösungen beschrieben. Es wird sowohl auf die Korrektur von gekauften Rohren eingegangen, sowie auf kleine Veränderungen im Rohrbau.


Bild: kreedo
Bild: kreedo

Der Flyer ist sehr systematisch nach den einzelnen Registern der Oboe gegliedert. Es werden jeweils die typischen Probleme beschrieben und Lösungen aufgezeigt. Die abgebildeten Grafiken sind gut verständlich und sehr hilfreich. Eine durchaus nützliche Ergänzung zu den bekannten Rohrbaubüchern.

 

Erhältlich hier bei kreedo.de für 4,95€.

 

 

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Im Test - Messuhren mit Gelenk

 

 

Messuhren mit Gelenk gibt es jetzt neu bei der Firma "Kunibert Michel".

Einfaches Ablesen und leichtes Messen - möglich durch neue schwenkbare Halterung


Die neuen "Kunibert Michel"-Messuhren machen wie gewohnt einen sehr robusten Eindruck. Stellräder und Schrauben haben eine gute Größe und liegen gut in der Hand. Durch das neu eingebaute Gelenk ist es möglich, die Messeinheit nach vorne und hintern zu schwenken, wodurch das Ablesen des Ziffernblattes erleichtert wird. Gerade wenn man beim Rohrbau am Tisch sitz, musste man sich bei fest arretierten Uhren oft ein wenig runterbeugen um die Werte genau abzulesen.

Auch senkrechtes Messen ist möglich.
Auch senkrechtes Messen ist möglich.

Die nicht zu kleine und gut abgerundete Zunge macht das Ausmessen von Rohren und gehobelten Hölzern angenehm. Die Messspitze ist nicht zu spitz, sodass man keine Gefahr läuft, ein fertiges Rohr beim Vermessen durch Druckpunkte zu beschädigen. Hierbei misst sie trotzdem präzise und zuverlässig.

 


Das Einzige, was als negativ gelten könnte, ist das etwas höhere Gewicht, welches vielen Nutzern jedoch auch als nützlich erscheinen könnte, da sich dadurch eine höhere Standfestkeit und Robustheit ergibt.


Alles in allem ist die Messuhr von "Kunibert Michel" ein gutes und zu empfehlendes Produkt und befindet sich preislich mit 249€ (bei Oboe-shop.de) im mittleren Bereich bei den Messuhren.

 

 

 

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Stimmringe - Revolution für 2. Oboisten

Foto: oboe-shop.de
Foto: oboe-shop.de

 

Nicht nur zum Ausgleichen der Intonation sind die Stimmringe ideal. Für den 2. Oboisten ergibt sich zudem noch ein anderer, viel größerer Nutzen.


 

Jeder Oboist kennt das Problem. Ist man zu hoch und muss man das Rohr ausziehen, kommt  irgendwann ein Punkt, an dem sich die ganze Oboe verstimmt, c ist zu tief, g² wackelt und die Oboe klingt nicht mehr so wie gewohnt. Grund dafür ist der Hohlraum, der zwischen der ausgezogenen Hülse und der oberen Öffnung der Oboe entsteht. 

Viele Oboisten haben sich daher schon öfter mit Einsteckhülsen (Einlagen) geholfen. Diese werden durch Absägen des unteren Endes einer Hülse hergestellt. Das Problem hierbei war aber bisher immer, dass diese mühsam mit dem Schraubenzieher wieder herausgenommen werden müssen und man dabei nicht selten das innere der Oboe sehr stark zerkratzen kann.

Die Stimmringe von Oboe-Shop können im Gegensatz zu den Einsteckhülsen einfach durch Umdrehen der Oboe wieder herausgenommen werden. Sie sind minimal kleiner gefertigt, damit sie nicht im Inneren stecken bleiben. Selbst wenn ein Ring nicht gleich wieder durch das Umdrehen herausrutscht, hilft ein kleiner Klaps an das hintere Ende der Oboe und der Ring ist wieder draußen.

 

Butterweiche tiefe Töne

Der andere Nutzen der Ringe ist vor allem für den 2. Oboisten im Orchester sehr interessant. Vielleicht hat der ein oder andere schon mal versucht, ein Englischhornrohr in die Oboe zu stecken. Bei EH-Hülsen mit Kork funktioniert das sehr gut, doch sind die Rohre meist zu hoch, wenn sie ganz reingeschoben werden. Die tiefen Töne gehen nun aber butterweich los und im absoluten piano. Mit den Stimmringen kann man nun den Intonationsunterschied hervoragend ausgleichen, so dass man mit dem Englischhornrohr problemlos spielen kann. Bis auf die ganz hohen Töne ab a² stimmen die Töne und klingen sehr weich. Ideal also für leise Passagen an der 2. Oboe.

 

 

Englischhornhülsen mit Kork passen genau in die Öffnung der Oboe.
Englischhornhülsen mit Kork passen genau in die Öffnung der Oboe.
Mit den Stimmringen kann die Intonation des Englischhornrohres angepasst werden.
Mit den Stimmringen kann die Intonation des Englischhornrohres angepasst werden.



Auch der Wechsel von Englischhorn zur Oboe ist nicht immer ganz leicht, weil das schmalere Oboenrohr viel unflexibler reagiert. Nun kann man einfach den passenden Stimmring schon vorher in die Oboe stecken und problemlos, und vor allem schnell, von Englischhorn auf die Oboe wechseln.

 

Probiert es aus!

 

Stimmringset bei Oboe-Shop.de

 

 

 

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Die neue Takumi Hülse im Test (Update)

 

 

Die ganz neue Takumi Hülse von Chiarugi

im Vergleich zur Typ 2 Hülse.


 

Getestet habe ich die Hülse wieder mit meiner neuen Marigaux Oboe Modell 901.

Da viele Oboisten gerade auf der Marigaux Oboe die Chiarugi Typ 2 Hülsen spielen und es eine neue Hülse von Chiarugi ist, hat es sich angeboten gerade diese beiden Hülsen zu vergleichen.

Die Hülsenlänge beider Hülsen ist 46 mm.

 

 

 

 

 

 

Auf den ersten Blick sieht die neue Takumi Hülse sehr gewöhnlich aus. Es ist kein Materialunterschied zu sehen.

Jedoch ist die Molekülstruktur des Messings anders, was eine bessere Resonanz bewirkt. Zudem ist die Innenseite der Hülse poliert, was Verwirbellungen der Luft minimiert und somit zu einer höheren Luftgeschwindigkeit führt.

Bei näherer Betrachtung sind auch kleinere Unterschiede in den Maßen der Hülse zu erkennen.

Schaut man von unten auf die Hülse scheint mir die Takumi Hülse eine etwas dickere Wand zu haben. Auf den beiden Bildern ist jeweils rechts die Typ 2 und links die Takumi Hülse zu sehen.

Die größere Wandstärke bleibt jedoch nicht auf der gesamten Hülsenlänge gleich.

zum Vergrößern auf Bilder klicken
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Blick auf das obere Hülsenende: links Typ 2, rechts Takumi
Blick auf das obere Hülsenende: links Typ 2, rechts Takumi

Die Takumi Hülse ist am oberen Ende dünner als der Typ 2. Sie verdünnt sich nach oben hin also viel stärker.

Vergleicht man die Öffnungen der Hülsen, so ist diese bei der Typ 2 Hülse ovaler.

Der horizentale Durchmesser am oberen Ende ist bei beiden Hülsen gleich geblieben (2,4mm). In der Vertikalen hat die Takumi Hülse jedoch einen um 0,1mm größeren Durchmesser. (Typ 2 1,9mm; Takumi 2,0mm)

Daher werden die Rohre auf der Takumi Hülse etwas weniger Rohröffnung und somit auch weniger Spannung haben.

Dies hat sich auch bei meinem umgebunden Rohr bestätigt. Vorher hatte es eher zu viel Spannung, so dass diese vor dem Spielen immer weggedrückt werden musste. Nach dem Umbinden auf die Takumi Hülse war dies nicht mehr so stark.

 


Betrachtet man die Hülsen von der Seite so scheint die Takumi Hülse von außen wesentlich mehr bearbeitet worden zu sein. Sie läuft nach vorne hin schmaler zu und zeigt auch mehr Spuren vom dünner Drehen. Ich denke, dass es durch die dickere Wand am unteren Ende möglich ist, sie oben wesentlich dünner zu fertigen. Ein Vorteil könnte sein, dass sich die Schwingungen dann viel besser vom Holz auf die Hülse übertragen.

 

 

 

oben Takumi, unten Typ 2
oben Takumi, unten Typ 2

Durch die Materialveränderung und das Polieren der Innenseite soll die Hülse besser schwingen, ausgeglichener klingen und etwas lauter sein.

Tatsächlich hatte ich das Gefühl, dass mein umgebundenes Rohr viel besser schwingt. Ich kam auf Anhieb viel besser auf der Takumi Hülse zurecht als auf der Typ 2 Hülse. Da ich standardmäßig auf einer Möckel Original Klopferkopie spiele, gefiehl mir die Typ 2 Hülse nicht so sehr. Auf der Takumi Hülse fühlte ich mich aber wesentlich wohler.

Die höhere Lautstärke konnte ich bisher noch nicht feststellen, doch konnte ich sie noch nicht so intensiv im Orchester testen.

Es lohnt sich auf jeden Fall die Hülse auszuprobieren!

Update!

 

Der Verlauf der Hülse ähnelt eher einer Klopfer D11 Hülse als Chiarugi Typ 2!

Für die runden Hülsen gibt es einen extra Dorn zu kaufen. Für die Ovalen kann man einen Klopfer D11 Dorn benutzen.

 

Als Feedback habe ich noch bekommen, dass sie ein wenig heller als die Guercio Hülsen klingen soll, aber besser anspricht als die Chiarugi Typ 2 Hülsen.

 

Bei Oboe-Shop gibt es die Hülse in den Längen 46 und 47mm in den Ausführungen oval und rund zu kaufen.

 

 

 

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